Helft verfolgten Christen !
Solidarität mit der Ukraine

Bitte unterstützen Sie die Protestaktion von Amnesty International, indem Sie an den russischen Botschafter schreiben und ein Ende der russischen Invasion und der damit verbundenen Menschenrechtsverletzungen in der Ukraine, sowie die Gewährung von Meinungs-, Informations-, Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit für die Bevölkerung Russlands fordern.


Juni 2026

  • China:
    Am 14. August 2021 verurteilte ein Gericht in der Stadt Kaili (Provinz Guizhou) die Christin Zhang Wenying, Pastorin einer Gemeinde der Siebenten-Tags-Adventisten, zu einer Gefängnisstrafe von zwölf Jahren. Ihr wurde Betrug vorgeworfen, weil sie zum Zweck der Verwaltung ihrer Gemeinde Spenden gesammelt hatte. Vergeblich hatten Gemeindemitglieder vor Gericht ausgesagt, aus freien Stücken für die Verwaltung ihrer Kirche gespendet zu haben und mit der Mittelverwendung einverstanden gewesen zu sein.
    (Quelle: idea: Gefangene des Monats Juni 2026)

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Mai 2026

  • Iran:
    Die 42-Jährige iranische Katholikin Ghazal Marzban wurde von Geheimdienstmitarbeitern am 14. Januar 2026 festgenommen. Zwei Stunden, nachdem sie abgeführt worden war, durfte Marzban ihren Ehemann telefonisch darüber benachrichtigen, dass sie sich im Gewahrsam des Geheimdienstes befinde. Seither ist über ihren weiteren Verbleib nichts bekannt geworden. Ghazal Marzban war vor ihrem Glaubenswechsel 2017 Muslimin und hat einen Universitätsabschluss in islamischer Rechtslehre. Aufgrund ihrer Konversion verfolgten die Behörden die Christin, wogegen sie protestierte.
    (Quellen: idea: Gefangene des Monats Mai 2026, IGfM Arbeitskreis "Religionsfreiheit weltweit")

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  • Pakistan:
    Der 39-jährige christliche Mechaniker Ashfaq Masih aus Lahore sitzt seit 2017 wegen Blasphemievorwürfen in Haft. Auslöser war ein Streit mit einem muslimischen Kunden über die Bezahlung einer Reparatur, bei dem es zu religiösen Spannungen kam. Kurz darauf wurde Anzeige gegen ihn erstattet. Ein Gericht verurteilte ihn im Juli 2022 nach Paragraf 295-C des pakistanischen Strafgesetzbuches zum Tode. Seine Berufung ist weiterhin beim Obersten Gerichtshof von Lahore anhängig. Masih beteuert seine Unschuld und sieht sich als Opfer eines persönlichen Konflikts und wirtschaftlicher Rivalität.
    (Quelle: Christen in Not)

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April 2026

  • Pakistan:
    Der 35-jährige Katholik Imran Rehman, Vater von zwei Töchtern, wurde am 14. September 2022 festgenommen, als er seine Bank aufsuchte. Die Behörden werfen ihm Computerkriminalität und Blasphemie (Gotteslästerung) vor. Er soll über die Chat-Anwendung WhatsApp die islamische Religion verunglimpft haben. Seine angeblichen Mitteilungen werden sogar als terroristische Akte eingestuft. Rehman weist sämtliche Anschuldigung zurück.
    (Quellen: idea: Gefangener des Monats April 2026, IGfM Arbeitskreis "Religionsfreiheit weltweit")

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  • Belarus (Weissrussland):
    Der polnische katholische Karmelintenmönch Grzegorz Gawel wurde am 04. September 2025 festgenommen. Ihm wurde vorgeworfen, ein Spion zu sein und dass man habe bei ihm eine Fotokopie eines als "geheim" eingestuften Dokuments gefunden habe, das sich auf Militärübungen und auf russische taktische Atomwaffen beziehe. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Bei einer Verurteilung droht ihm die Todesstrafe. Internationalen Beobachtern zufolge dürfte der Grund seiner Verhaftung seine Nationalität und sein religiöser Status sein.
    (Quellen: Christen in Not Arbeitskreis Menschenrechte (AKM), s. Dezember 2025)

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Eine gute Nachricht aus China: Gemeindeleiter Zhang Chunlai ist am 16. März nach fünfjähriger Haft freigelassen worden. (Quelle: IDEA, s. auch Juli 2021)


März 2026

  • Eritrea:
    Der eritreisch-orthodoxen Priester Gebre-Medhin Gebre-Giorgis (Alternativschreibweise: Gebremedhin Gebregergis) wurde am 19. November 2004 zusammen mit zwei weiteren eritreisch-orthodoxen Christen festgenommen. Seither werden sie im berüchtigten Zentralen Strafermittlungszentrum Wengel Mermera festgehalten, bis heute ohne Anklage oder Gerichtsverfahren. Der sechsfache Vater und seine Mitgefangenen engagierten sich bei der Erneuerungsbewegung "Medhane Alem Bibelstudien-Gruppe". Diese Initiative wird in der repressiven Militärdiktatur unterdrückt. Gebre-Giorgis war Leiter einer Sonntagsschule seiner Kirche, die jungen Menschen Religionsunterricht anbietet.
    (Quellen: idea: Gefangener des Monats März 2026, IGfM Arbeitskreis "Religionsfreiheit weltweit", s. auch Juni 2023)

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  • Nigeria:
    Immer wieder verüben dschihadistische Gruppen wie "Boko Haram" oder der "Islamische Staat in der westafrikanischen Provinz" (ISWAP) im Norden des Landes Überfälle und Anschläge, kontrollieren Dörfer und Märkte und treten für einen radikalen Islam ein. Es kommt außerdem zu Entführungen, Lösegelderpressung und Viehdiebstahl. Auch Schulen werden überfallen und Schüler:innen verschleppt.
    Ein Massaker richteten bewaffnete Gruppen am 03. Januar 2026 im Dorf Kasuwan Dji im Bundesstaat Niger an. Sie zündeten den Markt und Häuser in der Nachbarschaft an. 42 Männern banden sie die Hände auf den Rücken und töteten sie. Es traf alle unterschiedslos, ob Christen oder Muslime. Zudem wurden Frauen und Kinder entführt. Mindestens 50 Menschen kamen bei den Überfällen ums Leben.
    (Quellen: Hoffnungszeichen Magazin 3/2026, Arbeitskreis Menschenrechte (AKM))

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Eine gute Nachricht aus Nicaragua: Der evangelische Pastor Rudy Palacios Vargas ist aus der Haft entlassen worden. Er steht aber zusammen mit fünf weiteren Christen unter Hausarrest. Vargas ist Gründer der kirchlichen Gemeinschaft "La Roca de Nicaragua" (Der Fels von Nicaragua), der 2019 die rechtliche Zulassung entzogen wurde. Er war am 17. Juli 2025 in Jinotepe, der Hauptstadt des Bezirks Carazo im Südwesten des Landes, zusammen mit anderen Christen festgenommen worden. Er war fast sechs Monate ohne formelle Anklage inhaftiert, bevor er am 10. Januar freigelassen wurde. (Quelle: Arbeitskreis Religionsfreiheit - Menschenrechte - Verfolgte Christen, Evangelischen Allianz in Deutschland, s. auch Oktober 2025)


Februar 2026

  • Iran:
    Der 37-jährige Mehran Shamloui konvertierte vom Islam zum Christentum und schloss sich einer Hauskirche an. Er wurde deshalb im November 2024 bei einer Razzia von Sicherheitsagenten gefangen genommen und am 8. März 2025 zu mehr als zehn Jahren Haft verurteilt. Ein Berufungsgericht bestätigte das Urteil im April. Daraufhin floh Shamloui in die Türkei. Die türkischen Behörden lieferten ihn an den Iran aus. Dort wurde er am 3. Juli festgenommen. Seit August befindet sich Shamloui im berüchtigten Evin-Gefängnis am nördlichen Stadtrand von Teheran.
    (Quellen: idea: Gefangener des Monats Februar 2026, IGfM Arbeitskreis "Religionsfreiheit weltweit")

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  • Pakistan:
    Shagufta Kiran, eine christliche Krankenschwester und Mutter von 4 Kindern, befindet sich seit dem 29. Juli 2021 in Haft. Angeblich hat sie sich in einer Messenger-Gruppe respektlos gegenüber dem islamischen Propheten Mohammed geäußert. Frau Kiran hat immer wieder erklärt, dass sie das nicht geschrieben hat.
    Am 18. September 2024 fällte das zuständige Gericht in Islamabad das Todesurteil, das nach einer siebenjährigen Haftstrafe vollstreckt werden soll. Bald sind 5 Jahre herum ...
    (Quellen: Hoffnungszeichen Magazin 2/2026, s. auch idea: Gefangener des Monats März 2025 und Oktober 2024)

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    Bitte unterstützen Sie auch die Online-Petition von Hoffnungszeichen.

  • Ägypten:
    Saeid Mansour Abdulraziq konvertierte 2016 vom Islam zum Christentum und schloss sich der russisch-orthodoxen Kirche an. Nachdem er beantragt hatte, seine Religionszugehörigkeit in offiziellen Ausweisdokumenten ändern zu lassen, wurde er am 15. Juli 2025 festgenommen. Am 22. Juli 2025 erhob die Staatssicherheitsstaatsanwaltschaft Anklage wegen angeblicher Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, Anstiftung zu Unruhen und Verbreitung falscher Nachrichten. Nach Angaben von Menschenrechtsbeobachtern stehen diese Vorwürfe in direktem Zusammenhang mit seinem Religionswechsel und dem Versuch, diesen staatlich anerkennen zu lassen. Abdulraziq befindet sich seither in Untersuchungshaft.
    (Quelle: Christen in Not)

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Wo Christen am stärksten verfolgt werden beschreibt der neue Weltverfolgungsindex von Open Doors.


Januar 2026

  • China:
    Der evangelische Pastor Jin (Ezra) Mingri, Gründer der "Kirche von Zion", wurde am 10. Oktober 2025 festgenommen, ebenso wie weitere Pastoren und Mitarbeiter dieser Kirche. Ihnen wird illegale Verbreitung religiöser Informationen im Internet vorgeworfen. (s. auch Dezember 2025; neue Briefe und Unterschriftenlisten, jetzt auch auf Englisch)
    (Quellen: idea: Gefangener des Monats Januar 2026, IGfM Arbeitskreis "Religionsfreiheit weltweit")

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  • China:
    Am 22. Juli 2025 wurde das Urteil gegen Predigerin Yang Rongli (* 1958) aus Linfen, Shanxi, bekannt. Mit dem Maß von 15 Jahren Haft und 500.000 RMB (> 60.000 €) Geldstrafe ist es das höchste bisher bekannt gewordene Urteil gegen eine in einer Hauskirche tätige Person.
    Ihr Mann, Pastor Wang Xiaoguang, wurde ebenfalls zu einer außergewöhnlich langen Haft von 9 Jahren und 7 Monaten sowie einer Geldstrafe von 300.000 RMB verurteilt. Beide gehören der nicht registrierten Golden-Lampstand-Hauskirche an.
    Die Anwälte des Ehepaares haben gegen beide Urteile Berufung eingelegt.
    (Quelle: Arbeitskreis Menschenrechte (AKM), s. auch Juni 2025 und Februar 2022)

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  • Vietnam:
    Der evangelische Christ Y Krec Bya aus der Montagnard-Minderheit sitzt seit April 2023 im Gefängnis - weil er seinen Glauben praktizierte und sich weigerte, die Gebetstreffen seiner nicht registrierten Kirche aufzugeben. Am 28. März 2024 verurteilte ihn ein Gericht in Dak Lak zu 13 Jahren Haft und weiterer fünf Jahre Bewährung. Die Anklage lautete "Untergrabung der Solidaritätspolitik" - ein Vorwurf, der laut Menschenrechtsbeobachtern häufig genutzt wird, um Angehörige unabhängiger Kirchen mundtot zu machen. Bya hatte bereits 2004 eine achtjährige Haftstrafe verbüßt.
    (Quelle: Christen in Not, s. auch Mai und Januar 2025)

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